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Frankfurt und Arsenal in den Sechzehntelfinals

Liechtensteiner Volksblatt - 1 ora 9 min fa
Frankfurt und Arsenal in den SechzehntelfinalsDavid Abraham kanns nicht fassen: Die Eintracht Frankfurt dreht das Spiel und verliert letztlich dochFrankfurt und Arsenal in den Sechzehntelfinals IN | Sport Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Thu, 12 Dec 2019 21:34:00Thu, 12 Dec 2019 21:34:00

FUSSBALL - Mit Abzügen bei den Stilnoten sichern sich Arsenal und Eintracht Frankfurt, die Schwergewichte der Gruppe F, die Tickets für die Sechzehntelfinals der Europa League.

Während Arsenal in Lüttich 2:2 remisierte, verlor Frankfurt daheim gegen Vitoria Guimarães 2:3. Adi Hütters Eintracht Frankfurt liess sich von den Portugiesen zu Beginn und ganz am Schluss düpieren. Nachdem Rochinha (8.) die Gäste früh auf Kurs gebracht hatte, sorgten Danny da Costa (31.) und Daichi Kamada (38.) für den Halbfinalisten der letzten Saison noch vor der Pause für die zwischenzeitliche Wende. Bis fünf Minuten vor Schluss liessen es die bereits vor Anpfiff ausgeschiedenen Gäste dabei bewenden, um dann mit einer Doublette (85./87.) innerhalb von zwei Minuten dem Spiel nochmals eine Wende zu geben.

Die Eintracht, bei der Djibril Sow durchspielte und Gelson Fernandes ab der 78. Minute zum Einsatz kam, konnte sich allerdings auf das zuletzt kriselnde Arsenal verlassen. Die Gunners, die gegen Standard Lüttich unter anderen auf den eine Hirnerschütterung auskurierenden Granit Xhaka verzichteten, machten im zweiten Pflichtspiel in Folge einen Rückstand wett. Bis zur 69. Minute gingen die Belgier 2:0 in Front, aber Alexandre Lacazette (78.) und Youngster Bukayo Saka (81.) korrigierten es innerhalb von drei Minuten. Am Montag waren den Gunners in der Meisterschaft bei West Ham United sogar drei Tore in neun Minuten geglückt.

Telegramme und Ranglisten

Gruppe B:

FC Kopenhagen - Malmö 0:1 (0:0). - SR Massa (ITA). - Tor: 77. Papagiannopoulos 0:1.

Dynamo Kiew - Lugano 1:1 (0:1). FC Kopenhagen - Malmö 0:1 (0:0).

Rangliste: 1. Malmö 6/11 (8:6). 2. FC Kopenhagen 6/9 (5:4). 3. Dynamo Kiew 6/7 (7:7). 4. Lugano 6/3 (2:5).

Grupppe C:

Getafe - Krasnodar 3:0 (0:0). - SR Siebert (GER). - Tore: 76. Cabrera 1:0. 78. Molina 2:0. 87. Kenedy 3:0.

Basel - Trabzonspor 2:0 (1:0).

Rangliste: 1. Basel 6/13 (12:4). 2. Getafe 6/12 (8:4). 3. FK Krasnodar 6/9 (7:10). 4. Trabzonspor 6/1 (2:11).

Gruppe A:

APOEL Nikosia - FC Sevilla 1:0 (0:0). Karabach Agdam - F91 Düdelingen 1:1 (0:0).

Rangliste: 1. FC Sevilla 6/15 (14:3). 2. APOEL Nikosia 6/10 (10:8). 3. Karabach Agdam 6/5 (8:11). 4. F91 Düdelingen 6/4 (8:18).

Gruppe D:

PSV Eindhoven - Rosenborg Trondheim 1:1 (0:1). LASK Linz - Sporting Lissabon 3:0 (2:0).

Rangliste: 1. LASK Linz 6/13 (11:4). 2. Sporting Lissabon 6/12 (11:7). 3. PSV Eindhoven 6/8 (9:12). 4. Rosenborg Trondheim 6/1 (3:11).

Gruppe E:

Rennes - Lazio Rom 2:0 (1:0). CFR Cluj - Celtic Glasgow 2:0 (0:0).

Rangliste: 1. Celtic Glasgow 6/13 (10:6). 2. CFR Cluj 6/12 (6:4). 3. Lazio Rom 6/6 (6:9). 4. Rennes 6/4 (5:8).

Gruppe F:

Eintracht Frankfurt - Vitoria Guimarães 2:3 (2:1). - SR Mazeika (LTU). - Tore: 8. Rochinha 0:1. 31. Da Costa 1:1. 38. Kamada 2:1. 85. Elmusrati 2:2. 87. Edwards 2:3. - Bemerkungen: Eintracht Frankfurt mit Sow und ab 78. mit Fernandes (Ersatz).

Standard Lüttich - Arsenal 2:2 (0:0). - SR Ekberg (SWE). - Tore: 47. Bastien 1:0. 69. Amallah 2:0. 78. Lacazette 2:1. 81. Saka 2:2. - Bemerkungen: Arsenal ohne Xhaka (verletzt/Hirnerschütterung).

Rangliste: 1. Arsenal 6/11 (14:7). 2. Eintracht Frankfurt 6/9 (8:10). 3. Standard Lüttich 6/8 (8:10). 4. Vitoria Guimarães 6/5 (7:10).

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Sprengkörper mit Unterstützung der Armee gesichert

Liechtensteiner Volksblatt - 1 ora 11 min fa
Sprengkörper mit Unterstützung der Armee gesichertPolizei und Armee standen am Donnerstagabend im Einsatz, um einen Sprengkörper zu sichern und abzutransportieren. (Archivbild)Sprengkörper mit Unterstützung der Armee gesichert Schweiz | Vermischtes Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Thu, 12 Dec 2019 21:32:00Thu, 12 Dec 2019 21:32:00

HINWIL ZH - Im Logistikcenter der Armee ist am späten Donnerstagabend in Hinwil ZH ein Sprengkörper gesichert und abtransportiert worden. Aus Sicherheitsgründen wurde ein begrenztes Gebiet abgesperrt und die Bewohner wurden informiert.

Die Zürcher Kantonspolizei hatte kurz nach 12 Uhr die Meldung erhalten, dass im Logistikcenter in Hinwil ein Sprengkörper gesichert und abtransportiert werden müsse, teilte die Polizei am Donnerstagabend mit. Beim Sprengkörper habe es sich um einen Blindgänger gehandelt, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage.

Die Zürcher Kantonspolizei sowie das Forensische Institut Zürich seien ausgerückt, um Spezialisten der Armee bei den Abklärungen zu unterstützen und um allfällige sichernde Massnahmen zu treffen.

Aus Sicherheitsgründen seien um 20.45 Uhr für rund eine halbe Stunde in einem kleinen definierten Bereich die Bewohner von rund zehn Gebäuden mit Verhaltensanweisungen informiert worden. Weiter seien die Bahnstrecke sowie die Zürichstrasse zwischen Hinwil und Wetzikon im betroffenen Abschnitt kurzzeitig gesperrt worden.

Der Sprengkörper sei durch Spezialisten des Kompetenzzentrums für Kampfmittel- und Minenräumung mit einem Fernlenkmanipulator in einen speziellen Behälter verladen und zur Vernichtung abtransportiert worden, wie ein Sprecher der Zürcher Kantonspolizei sagte. Durch die getroffenen Sicherheitsmassnahmen habe keine Gefahr für die Bevölkerung und die Mitarbeiter des Militärbetriebs bestanden.

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Coulibaly ist Vaduz’ «Super Sub»

Liechtensteiner Volksblatt - 1 ora 28 min fa
Coulibaly ist Vaduz’ «Super Sub»VolksblattCoulibaly ist Vaduz’ «Super Sub» Liechtenstein | Sport Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Thu, 12 Dec 2019 21:15:00Thu, 12 Dec 2019 21:24:42

VADUZ - Der FC Vaduz hat derzeit einen Lauf in der Challenge League. Einen grossen Anteil daran hat auch Mohamed Coulibaly (31). Zwar spielt der Stürmer meistens nur in der Schluss-phase, wird eingewechselt. Doch genau das macht ihn so gefährlich.

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Lugano verpasst Sieg in Kiew um Haaresbreite

Liechtensteiner Volksblatt - 1 ora 37 min fa
Lugano verpasst Sieg in Kiew um HaaresbreiteMaurizio Jacobacci treibt seine Spieler in Kiew unermüdlich anLugano verpasst Sieg in Kiew um Haaresbreite IN | Sport Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Thu, 12 Dec 2019 21:06:00Thu, 12 Dec 2019 21:06:00

FUSSBALL - Der FC Lugano verabschiedet sich mit einem dritten Remis aus der Europa League. Im abschliessenden Gruppenspiel kommen die bereits ausgeschiedenen Tessiner bei Dynamo Kiew zu einem 1:1.

Nur wenige Sekunden fehlten Lugano zum Premierensieg im sechsten und letzten Spiel der Europa-League-Gruppenphase. Bis in die letzte Minute der Nachspielzeit hatte das Team von Maurizio Jacobacci eine 1:0-Führung aus der 45. Minute mit viel Engagement und noch mehr Glück verteidigt, dann sorgte Viktor Zygankow mittels sehenswertem Schlenzer noch für den überfälligen Ausgleich des Heimteams.

Lugano hatte unmittelbar vor der Pause eine erste Premiere gefeiert, als es zum ersten Mal in dieser europäischen Kampagne in Führung gegangen war. Das 1:0 durch Marco Aratore entsprach dem Spielverlauf mitnichten, da Lugano bis zu diesem Zeitpunkt offensiv nicht in Szene getreten war. Der Kopfball des 28-Jährigen war der erste und einzige Torschuss der Gäste vor der Pause, und er war für Kiews Goalie Georgi Buschtschan nicht zu parieren. Während die Tessiner mit unglaublicher Effizienz überzeugten, verpassten die Ukrainer gleich dutzendfach gute Möglichkeiten und stellten sich dabei zuweilen auch sehr ungeschickt an.

Telegramm:

Dynamo Kiew - Lugano 1:1 (0:1)

Kiew. - SR Aghajew (AZE). - Tore: 45. Aratore 0:1. 94. Zygankow 1:1.

Dynamo Kiew: Buschtschan; Kedziora (64. Zitaischwili), Popow, Kadar, Mykolenko; Karajew, Schepeljew, Bujalski, De Pena (77. Garmasch); Zygankow, Besiedin (81. Sol).

Lugano: Baumann; Yao, Sulmoni, Daprelà, Obexer; Lovric (84. Crnigoj), Custodio, Guidotti (55. Vecsei); Dalmonte (64. Maric), Holender, Aratore.

Bemerkungen: Lugano ohne Carlinhos (gesperrt), Sabbatini, Soldini, Gerndt, Covilo und Rodriguez (alle verletzt). Dynamo Kiew ohne Schabanow, Sydortschuk und Verbic (alle gesperrt), Burda und Kadiri (beide verletzt). 59. Pfostenschuss Bujalski. Verwarnungen: 18. Guidotti (Foul). 67. Obexer (Foul). 79. Vecsei (Foul). 90. Da Costa (Zeitverzögerung).

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Die Schweizer Unihockey-Frauen bezwingen auch Lettland

Liechtensteiner Volksblatt - 1 ora 42 min fa
Die Schweizer Unihockey-Frauen bezwingen auch LettlandIsabelle Gerig mit Zug aufs Tor.Die Schweizer Unihockey-Frauen bezwingen auch Lettland Schweiz | Sport Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Thu, 12 Dec 2019 21:01:00Thu, 12 Dec 2019 21:01:00

UNIHOCKEY - Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft steht an der Heim-WM in Neuenburg erwartungsgemäss in den Halbfinals. Die Equipe von Nationaltrainer Rolf Kern setzt sich gegen Lettland 10:4 durch.

Wie im Viertelfinal werden die Schweizerinnen auch in der Vorschlussrunde vom Samstag (17.45 Uhr) favorisiert sein. Sie treffen auf den Sieger der Partie Tschechien gegen Polen.

Die gute Ausgangslage verdanken die Gastgeberinnen dem Sieg im Gruppenspiel am vergangenen Sonntag gegen die Finninnen. Die Nordeuropäerinnen müssen wegen der Niederlage nun nach dem Viertelfinal-Sieg über die Slowakei (8:6) gegen die Weltmeister-Equipe aus Schweden um den Finaleinzug spielen.

Der Sieg der Schweiz gegen Lettland geriet nie in Gefahr. Isabelle Gerig lenkte mit einem Hattrick bis zur 8. Spielminute (3:0) die Partie in die gewünschte Bahn.

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FC Basel mit viertem Sieg zum Gruppensieg

Liechtensteiner Volksblatt - 1 ora 52 min fa
FC Basel mit viertem Sieg zum GruppensiegTorschütze Valentin Stocker bedankt sich nach dem 2:0 beim Assistenten Noah OkaforFC Basel mit viertem Sieg zum Gruppensieg Schweiz | Sport Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Thu, 12 Dec 2019 20:51:00Thu, 12 Dec 2019 20:51:00

FUSSBALL - Der FC Basel beendet die Gruppenphase der Europa League als Gruppensieger. Die Basler erringen mit einem 2:0 daheim gegen Trabzonspor ihren vierten Sieg in sechs Spielen.

Silvan Widmer, der auch schon beim 2:2 in Trabzon getroffen hatte, sowie Valentin Stocker erzielten die Tore nach 21 respektive 71 Minuten.

Obwohl sie sich schon nach der 4. Runde für die mit den Sechzehntelfinals beginnende K.o.-Phase im Frühling qualifiziert hatten, holten die Basler zum Abschluss der Gruppenphase heraus, was sie herausholen konnten: einen Sieg, der ihnen eine Prämie von umgerechnet 620'000 und der Schweizer Liga eine kleine Verbesserung in dem für die Schweizer Europacup-Kontingente massgeblichen UEFA-Koeffizienten einbrachte.

Über die 90 Minuten gesehen, war der dritte Heimsieg des FCB in der Gruppenphase mehr als verdient. Nur in den Minuten vor und nach dem 1:0 zeigte das Team von Trainer Marcel Koller Schwächen in der Defensive. In dieser Zeit kam die türkische Mannschaft zu drei hochkarätigen Chancen, von denen eine mit einem Kopfball an die Latte endete.

Hatten sie in der ersten Halbzeit eher passiv gewirkt, unternahmen die Basler nach der Pause einiges, um mit dem 2:0 zur Vorentscheidung zu kommen.

Die beiden Tore glichen sich. Trabzonspors Goalie konnte vor dem 1:0 einen Kopfball von Arthur Cabral und vor dem 2:0 einen Flachschuss des ein gewechselten Noah Okafor nicht festhalten, sodass Widmer und Stocker abstauben konnten.

Der Match dürfte die Basler im Hinblick auf das Meisterschaftsspiel vom Sonntag in Luzern nicht übermässig viel Kraft gekostet haben.

Telegramm und Rangliste

Basel - Trabzonspor 2:0 (1:0)

17'921 Zuschauer. - SR Stavrev (MKD). - Tore: 21. Widmer (Cabral) 1:0. 72. Stocker (Okafor) 2:0.

Basel: Omlin; Widmer, Cömert, Alderete, Petretta; Xhaka, Frei; Stocker, Zuffi (78. Campo), Pululu (65. Okafor); Cabral (71. Ademi).

Trabzonspor: Kardesler; Asan, Hosseini (71. Campi), Fernandes, Dursun; Erdogan, Parmak, Onazi (51. Akpinar); Uzüm, Avdijaj; Ekuban (78. Baykus).

Bemerkungen: Basel ohne Van Wolfswinkel, Bua, Kuzmanovic und Ramires (alle verletzt). Trabzonspor ohne Novak, Canbaz und Ömür (alle verletzt). 16. Kopfball von Erdogan an die Latte. 56. Lattenschuss Pululu. Verwarnungen: 17. Parmak (Foul), 55. Asan (Foul).

Resultate. Donnerstag: Basel - Trabzonspor 2:0 (1:0). Getafe - FK Krasnodar 3:0 (0:0).

Rangliste: 1. Basel 6/13 (12:4). 2. Getafe 6/12 (8:4). 3. FK Krasnodar 6/9 (7:10). 4. Trabzonspor 6/1 (2:11).

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Schweizer Curler überzeugen am besten Turnier

Liechtensteiner Volksblatt - 3 ore 5 min fa
Schweizer Curler überzeugen am besten TurnierGute Laune bei Skip Elena Stern (rechts) und Céline KollerSchweizer Curler überzeugen am besten Turnier IN | Sport Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Thu, 12 Dec 2019 19:38:00Thu, 12 Dec 2019 19:38:00

CURLING - Die Schweizer Spitzenteams schneiden am bestbesetzten Turnier der World Curling Tour im kanadischen Conception Bay South ausgezeichnet ab. Zwei von ihnen sind in der Vorrunde noch ungeschlagen.

Die Weltmeisterinnen des CC Aarau um Skip Silvana Tirinzoni gewannen an dem mit 110'000 Franken dotierten, den je 15 weltbesten Teams vorbehaltenen Turnier zwei der ersten drei Partien, während die in dieser Saison enorm verbesserte Crew des CC Oberwallis um Skip Elena Stern sogar drei Siege aus drei Spielen einfuhr.

Bei den Männern sind die Olympia-Dritten aus Genf um Skip Peter De Cruz nach zwei Runden der Gruppenspiele unbesiegt. Von den Schweizer Formationen konnten fürs Erste nur die aktuellen EM-Zweiten Bern Zähringer um Skip Yannick Schwaller den hohen Rhythmus nicht mitgehen. Sie verloren die ersten drei Spiele allesamt und kommen für die Viertelfinal-Qualifikation nicht mehr in Frage.

Die übermächtige Curlingnation Kanada stellt am Tour-Highlight in Neufundland das Gros der Teams. Die Schweiz ist mit dem zweitgrössten Kontingent vertreten.

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Zitterpartie in Grossbritannien: Wer geht als Wahlsieger hervor?

Liechtensteiner Volksblatt - 3 ore 15 min fa
Zitterpartie in Grossbritannien: Wer geht als Wahlsieger hervor?Premierminister Boris Johnson gab seine Stimme zusammen mit seinem Hund Dilyn ab.Zitterpartie in Grossbritannien: Wer geht als Wahlsieger hervor? IN | Politik Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Thu, 12 Dec 2019 19:28:00Thu, 12 Dec 2019 19:28:00

LONDON - Mehr als drei Jahre nach dem Brexit-Referendum wählen die Briten wieder ein neues Parlament - zum dritten Mal in weniger als fünf Jahren. Umfragen sahen den konservativen Premierminister Boris Johnson vorn. Allerdings braucht der Brexit-Vorkämpfer eine klare Mehrheit.

Bisher war es nicht möglich, die Brexit-Pläne im völlig zerstrittenen Parlament durchzubekommen. Johnson führt derzeit eine Minderheitsregierung an.

Die Wahllokale sollten am Donnerstagabend um 23.00 Uhr MEZ schliessen. Unmittelbar danach wurden erste Prognosen nach Wählerbefragungen erwartet. In London berichteten Wähler von ungewöhnlich langen Schlangen vor mehreren Wahllokalen. Demonstrationen vor dem Unterhaus, die es etwa bei wichtigen Brexit-Abstimmungen gibt, blieben am Donnerstag aus.

In Bermondsey and Old Southwark sagte ein 27-Jähriger: "Für viele ist es eben die Wahl unseres Lebens." Andere waren sehr besorgt: "Ich finde, man kann die Wahl zwischen Boris Johnson und Jeremy Corbyn mit der Abstimmung damals in den USA über Donald Trump und Hillary Clinton vergleichen: Beide sind Teufel", sagte ein Brite, der in der Nähe des Londoner Parlaments arbeitet.

Labour hat in Umfragen zugelegt

Die grösste Oppositionspartei Labour konnte zuletzt in Umfragen deutlich zulegen. Vor allem in Mittel- und Nordengland liefern sich die Konservativen und die Labour-Partei um Corbyn ein enges Rennen. Brexit-Gegner hatten hier zum taktischen Wählen gegen konservative Kandidaten aufgerufen.

Das Mehrheitswahlrecht in Grossbritannien kennt nur Direktmandate. Ins Parlament ziehen die Kandidaten mit den jeweils meisten Stimmen in einem der 650 Wahlkreise ein - egal wie knapp ihr Sieg war. Die Stimmen für unterlegene Kandidaten verfallen. Das macht es sehr schwer, aus landesweiten Umfrageergebnissen auf die mögliche Sitzverteilung im Parlament zu schliessen.

Blockade durch "hung parliament" droht

Es ist nicht ausgeschlossen, dass es zu einem "hung parliament" kommt, einer Sitzverteilung, die keiner der beiden grossen Parteien eine Regierungsbildung mit eigener Mehrheit ermöglicht.

Dann wäre sogar eine Minderheitsregierung mit Corbyn als Premier denkbar. Der 70-Jährige will den Brexit verschieben, um ein eigenes Abkommen auszuhandeln. Über den Deal sollen die Briten dann in einem zweiten Referendum abstimmen. Die Alternative wäre ein Verbleib in der EU.

Johnson und Corbyn sind bei den Wählern nicht besonders populär. Viele Briten stufen den Premierminister, der den Brexit zum 31. Januar durchziehen will, nicht als vertrauenswürdig ein. Corbyn, der vor allem auf soziale Themen wie Gesundheit und Bildung setzt, hat sich lange Zeit nicht klar zum Brexit positioniert. Ausserdem wird ihm und seiner Partei eine feindliche Haltung gegen Juden vorgeworfen.

Brexit-Zustimmung 2016 eher knapp

Die Konservativen sind seit 2010 an der Regierung. 2016 votierten die Briten bei einem Referendum mit knapper Mehrheit von 51,89 Prozent für einen EU-Austritt. Schottland und Nordirland wollten hingegen in der EU bleiben. Johnson war einer der prominentesten Brexit-Befürworter.

Wahlforscher hatten zuletzt nur noch einen Vorsprung von 28 Mandaten für die Konservativen vor den anderen Parteien vorausgesagt. Dann kämen sie auf 339 von 650 Sitzen. Für die grossangelegte Erhebung im Auftrag der Tageszeitung "The Times" wurden mehr als 100'000 Menschen über einen Zeitraum von sieben Tagen einschliesslich Dienstag befragt. Nach einer Umfrage zwei Wochen früher konnte Johnson noch mit einem Vorsprung von 68 Abgeordneten rechnen.

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Prozessionen in Mendrisio gelten als Unesco-Kulturerbe

Liechtensteiner Volksblatt - 3 ore 55 min fa
Prozessionen in Mendrisio gelten als Unesco-KulturerbeBewohnerinnen und Bewohner aus der Region stellen während der Prozession vom Gründonnerstag in Mendrisio als biblische Personen verkleidet den Leidensweg Christi nach Golgatha dar. (Archivbild)Prozessionen in Mendrisio gelten als Unesco-Kulturerbe Schweiz | Kultur Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Thu, 12 Dec 2019 18:48:00Thu, 12 Dec 2019 18:48:00

BERN/BOGOTÁ - Die Unesco hat am Donnerstag die Historischen Prozessionen in Mendrisio auf die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Am Vortag war auf Begehren von Frankreich, Italien und der Schweiz bereits der Alpinismus auf die Liste gesetzt worden.

Entschieden hat die Aufnahme der Prozessionen auf die Repräsentative Kulturerbe-Liste das 14. zwischenstaatliche Komitee für die Bewahrung des immateriellen Kulturerbes in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá, wie die Bundesbehörden am Donnerstagabend mitteilten.

Die Prozessionen von Mendrisio finden jedes Jahr am Gründonnerstag und am Karfreitag statt und ziehen tausende Zuschauerinnen und Zuschauer an. Nächstes Jahr finden sie am 9. und 10. April statt.

Die Gründonnerstagsprozession ist der Passion und dem Kreuzweg Christi gewidmet und wird von rund 270 Darstellerinnen und Darstellern durchgeführt. Die Karfreitagsprozession ist schlichter und spiritueller geprägt. 700 Einwohnerinnen und Einwohner, Erwachsene und Kinder, schreiten dabei, von einer Musikkapelle begleitet und zeremonielle Objekte tragend, durch die Strassen.

Während der Prozessionen werden die Lichter in der Stadt gelöscht und die Strassen sind nur durch das Leuchten der "Trasparenti" erhellt. Diese von innen beleuchteten, eingerahmten durchscheinenden Gemälde werden seit dem 18. Jahrhundert in einer speziellen Technik hergestellt und sind eine Besonderheit der Prozessionen von Mendrisio.

Ein grundlegendes Element der Kandidatur war das Anliegen, die Kenntnisse der Bildrestaurierung der jahrhundertealten Objekte zu erhalten und für das Schaffen neuer Werke weiterzuvermitteln, wie es heisst.

Die Weitergabe von Generation zu Generation bilde einen wesentlichen Bestandteil der Prozessionen. Davon zeuge auch die Zusammenarbeit mit den Schulen der Region, die Einrichtung eines Museums für die "Trasparenti" und die Bereitstellung von pädagogischem Material für Kinder.

Das Kandidaturdossier war in Zusammenarbeit des Bundesamtes für Kultur (BAK) mit der Stiftung Processioni Storiche di Mendrisio und mit Unterstützung der Gemeindebehörden von Mendrisio ausgearbeitet und im März 2018 eingereicht worden.

Kandidaturen der Schweiz

Im Oktober 2014 hatte der Bundesrat eine Vorschlagsliste von acht Schweizer Traditionen genehmigt, deren Kandidaturen der Unesco laufend für eine Aufnahme auf die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit vorgelegt werden.

Auf dieser Vorschlagsliste figurierten neben den Historischen Prozessionen von Mendrisio das Winzerfest in Vevey, die Basler Fasnacht und der Umgang mit der Lawinengefahr. Diese Traditionen wurden in den vergangenen Jahren bereits auf die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.

Ebenfalls auf der Vorschlagsliste finden sich Schweizer Grafikdesign und Typografie, die Schweizer Alpsaison und der Jodel. Das Dossier des Uhrmacherhandwerks wurde im März 2019 eingereicht. Des Weiteren beteiligte sich die Schweiz an den multinationalen Kandidaturen der Kunst des Trockenmauerbaus, aufgenommen 2018, sowie des Alpinismus, aufgenommen am (gestrigen) Mittwoch ebenfalls in Bogotá.

Schutz lebendiger Traditionen

Mit dem Übereinkommen zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes, das sich von der Welterbekonvention unterscheidet, will die Unesco ein Kulturerbe thematisieren und schützen, das weniger mit Bauten oder Räumen zusammenhängt, sondern in erster Linie mit der Zeit sowie mit gemeinschaftlichen Praktiken und gesellschaftlichen Interaktionen.

Dieses Erbe umfasst lebendige Traditionen wie mündliche Ausdrucksformen, darstellende Künste, gesellschaftliche Praktiken, Rituale und Feste, Wissen und Praktiken im Umgang mit der Natur und dem Universum sowie Fachwissen über traditionelle Handwerkstechniken. Es widerspiegelt somit die kulturelle Vielfalt und zeugt von der menschlichen Kreativität.

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Digital Finance Forum zeigt Trends auf

Liechtensteiner Volksblatt - 3 ore 57 min fa
Digital Finance Forum zeigt Trends auf VolksblattDigital Finance Forum zeigt Trends auf Liechtenstein | Wirtschaft Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Thu, 12 Dec 2019 18:46:00Thu, 12 Dec 2019 18:51:13

VADUZ - Das Digital Finance Forum Liechtenstein hat am Donnerstag Premiere gefeiert. Die Schwestertagung des bekannten Finance Forums Liechtenstein bot hochkarätige Referate und praxisnahe Breakout-Sessions. Im Zentrum stand auch das neue Blockchain-Gesetz.

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Wahl in Algerien - Massenproteste und Sturm auf Wahlbüros

Liechtensteiner Volksblatt - 4 ore 28 min fa
Wahl in Algerien - Massenproteste und Sturm auf WahlbürosProtestmarsch in der Hauptstadt Algier.Wahl in Algerien - Massenproteste und Sturm auf Wahlbüros IN | Politik Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Thu, 12 Dec 2019 18:15:00Thu, 12 Dec 2019 18:15:00

ALGIER - Die mehrfach verschobene Präsidentschaftswahl in Algerien ist am Donnerstag unter Massenprotesten nachgeholt worden. Allein in der Hauptstadt Algier waren Tausende Menschen auf den Strassen, um gegen die Wahl zu protestieren.

Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas gegen Demonstranten ein, die versuchten, ein zentral gelegenes Wahlbüro zu schliessen. Nach Angaben von Aktivisten gab es zahlreiche Festnahmen.

Der Präsident der Wahlbehörde ANIE zeigte sich mit dem Verlauf des Wahltages zunächst zufrieden. In 95 Prozent der Wahllokale sei der Betrieb reibungslos angelaufen, sagte Mohamed Charfi der algerischen Presseagentur APS. Es gebe einen grossen Zulauf an Wählern. Die Behörde gab die Wahlbeteiligung am Mittag mit knapp acht Prozent an.

Wut bei Berbern in der Kabylei

Lokale Medien berichteten von zahlreichen Zwischenfällen in dem flächenmässig grössten afrikanischen Land. Vor allem in den von Berbern dominierten Regionen der Kabylei östlich von Algier seien zahlreiche Wahlbüros gestürmt worden, berichtete die Internetseite TSA Algerie.

Auf Videos im Internet ist zu sehen, wie Demonstranten Wahlzettel aus den Fenstern werfen. Die Wahlbehörde teilte mit, dass in den Städten Tizi Ouzou und Bejaia die Wahlbüros aus Sicherheitsgründen geschlossen worden seien.

Die Demonstranten lehnen den Urnengang ab, weil sie die Wahl als staatlich gelenkt ansehen. Die fünf zugelassenen Kandidaten sind für viele Demonstranten Teil der alten Machtelite um den zurückgetretenen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika. Wahlbeobachter der EU waren nicht eingeladen worden. Algerien kämpft mit grossen wirtschaftlichen Problemen. Viele Demonstranten forderten bei den Demonstrationen freie und unabhängige Wahlen. Vor allem den Einfluss des Militärs lehnen sie ab.

Es ist der dritte Versuch in diesem Jahr, in Algerien ein neues Staatsoberhaupt zu wählen. Im Februar hatten die Massenproteste gegen die Führung begonnen, als Bouteflika ankündigte, für eine fünfte Amtszeit zu kandidieren. Auch eine für den Sommer geplante Wahl war aufgrund von Massenprotesten verschoben worden. Knapp 24,5 Millionen Algerier sind als Wähler registriert.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch forderte die Behörden auf, einen prominenten Menschenrechtsaktivisten unverzüglich freizulassen. Insgesamt seien mehr als 120 Aktivisten der sogenannten "Hirak"-Bewegung verhaftet worden.

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Visionen: Dominique Hasler an der Weltklimakonferenz in Madrid

Liechtensteiner Volksblatt - 4 ore 55 min fa
Visionen: Dominique Hasler an der Weltklimakonferenz in MadridVolksblattVisionen: Dominique Hasler an der Weltklimakonferenz in Madrid Liechtenstein | Politik Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Thu, 12 Dec 2019 17:48:00Thu, 12 Dec 2019 18:03:41

VADUZ/MADRID - Umweltministerin Dominique Hasler nahm am 10. und 11. Dezember 2019 an der Klimakonferenz in Madrid teil. In ihrer Rede verwies Hasler auf die Bemühungen Liechtensteins beim Klimaschutz. Man darf gespannt sein: Im Frühling wird die Klimavision 2050 gemeinsam mit der Energiestrategie 2030 und der Energievision 2050 präsentiert.

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YB spielt in Glasgow ums europäische Überwintern

Liechtensteiner Volksblatt - 4 ore 58 min fa
YB spielt in Glasgow ums europäische ÜberwinternFür das Team von YB-Trainer Gerardo Seoane wartet bei den Glasgow Rangers ein HärtetestYB spielt in Glasgow ums europäische Überwintern IN | Sport Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Thu, 12 Dec 2019 17:45:00Thu, 12 Dec 2019 17:45:00

FUSSBALL - Die Young Boys stehen in der Europa League vor einer Mammut-Aufgabe. Für den Vorstoss in die K.o.-Phase benötigen sie am Donnerstag einen Sieg bei den Glasgow Rangers.

Es erwartet sie ein Härtetest vor 50'000 Fans, gegen beinharte Schotten, bei Wind und Wetter.

Als der Charterflug der Young Boys am Mittwochnachmittag in Glasgow zur Landung ansetzte, blitzte für einen Moment die Sonne durch. Wenig später peitschte der Regen in einer Heftigkeit an die Hotelfenster, als wolle Petrus den Schweizer Meister darauf hinweisen, dass der dreitägige Schottland-Abstecher ein ziemlich unbequemer werden dürfte. Auch für den Donnerstagabend sind bei Temperaturen unweit der Nullgradgrenze Regengüsse und Wind prognostiziert.

Die Aufgabe der Young Boys ist delikat. Bei den erstarkten Glasgow Rangers sind sie vor deren berüchtigtem Heimpublikum zum Siegen verdammt (sofern Feyenoord Rotterdam im Parallelspiel beim FC Porto kein überraschender Sieg gelingt). Drei Punkte trennt die vier Teams in der ausgeglichenen Gruppe G, einen Zähler liegen die drittplatzierten und mit Porto punktgleichen Young Boys hinter Leader Glasgow. Nur zwei kommen dahin, wo YB letztmals Anfang 2015 war: in die Sechzehntelfinals der Europa League.

Glasgows Heimstärke

Personell arg gebeutelt, muss YB am Donnerstag bei einem Klub bestehen, der schon manchen Gegner im heimischen Stadion das Fürchten gelehrt hat. Bei der vom berühmten Trainer Steven Gerrard wieder nahe an Celtic herangeführten Mannschaft, die sich in dieser Saison vor eigenem Anhang einzig dem Lokalrivalen geschlagen geben musste und die zuletzt auch kaum mehr Gegentore zugelassen hat. Zwei waren es in acht Spielen seit dem 0:2 gegen Celtic am 1. September. Für die Buchmacher ist YB darum der ziemlich klare Aussenseiter.

"Eine grosse Prüfung" sie es für seine junge Mannschaft, meinte Gerardo Seoane vor dem Abflug mit Verweis auf die Heimstärke der "Gers". Sonderlich angespannt wirkten aber weder Trainer noch Spieler. Vielmehr überwog die Vorfreude, vor allem bei Christian Fassnacht, dem Matchwinner zum 2:1 in der 93. Minute im ersten Duell Anfang Oktober in Bern: "Das wird ein grandioses Spiel. Es geht um alles oder nichts, und wir sind heiss. Wir wollen unbedingt europäisch überwintern."

Dass die Young Boys in Glasgow ähnlich fahrlässig agieren wie in den letzten Wochen wiederholt in der Meisterschaft, davon ist nicht auszugehen. Jedenfalls wirkten die Spieler geläutert. "Viel zu viele Tore" hätten sie bekommen, meinte Fassnacht. Das grosse Selbstvertrauen habe dazu verleitet zu glauben, dass es schon irgendwie gutginge.

Hinten nicht ganz dicht

Zwölf Gegentore in vier Ligapartien waren es an der Zahl. "YB nicht ganz dicht" lautete die Schlagzeile. Nur dank der Offensivstärke hielt sich der Schaden in Grenzen. Nach wie vor führen die Young Boys die Tabelle der Super League an, und in der Europa League können sie trotz fünf Punktverlusten im November noch aufs Weiterkommen hoffen - zumal die Rangers nach dem bitter verlorenen Ligacup-Final am Wochenende gegen Celtic (0:1) durch ein Abseitstor und einen verschossenen Penalty womöglich noch geknickt sind.

Nach wie vor ohne eine Handvoll designierter Stammspieler dürfen sich die Berner gegen die Rangers mit dem brandgefährlichen und heissspornigen Mittelstürmer Alfredo Morelos keine weiteren Unachtsamkeiten leisten. "Wenn wir defensiv nicht extrem solide stehen, gehen wir unter. Sie werden kommen wie die Feuerwehr, und wir müssen mit allen Mitteln dagegenhalten", mahnte Fassnacht. Auch Seoane appellierte an die Einsatzbereitschaft: "Es wird ein intensives Spiel mit vielen Duellen und Zweikämpfen. Diese müssen wir zwingend annehmen."

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Léman Express als verbindendes Mobilitätsprojekt gelobt

Liechtensteiner Volksblatt - 5 ore 2 min fa
Léman Express als verbindendes Mobilitätsprojekt gelobtBundesrätin Simonetta Sommaruga und der französische Botschafter in der Schweiz, Frédéric Journès, reichen sich bei der Einweihungsfeier für den neuen Léman Express am Donnerstag in Genf die Hand. (KEYSTONE/Martial Trezzini)Léman Express als verbindendes Mobilitätsprojekt gelobt Schweiz | Politik Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Thu, 12 Dec 2019 17:41:00Thu, 12 Dec 2019 17:41:00

LAUSANNE/GENF/ANNEMASSE - Der Léman Express - das neue grenzüberschreitende Bahnnetz zwischen der Schweiz und Frankreich - ist am Donnerstag im Beisein von Behördenvertretern beider Länder eingeweiht worden. Verkehrsministerin Simonetta Sommaruga lobte die Zusammenarbeit mit Frankreich.

Der Léman Express symbolisiere vor allem die Vereinigung einer Grenzregion, sagte die Bundesrätin bei der Einweihungsfeier in Genf. Die Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation unterstrich, dass es das neue Schnellbahnnetz ermöglichen werde, die Staus an der Grenze zu "überspringen".

Ein einziges Billett werde für einen gewünschten Umkreis in zwei Ländern gültig sein. In dieser Grössenordnung sei dies eine Premiere in Europa, sagte Sommaruga. Diese enge Zusammenarbeit mit dem Nachbar Frankreich sollte sich noch verstärken, wünschte sie sich.

Mobilität revolutionieren

Der ehrgeizige Plan sei es, eine binationale Einheit zu schaffen, betonte Sommaruga. Sie zweifle nicht daran, dass der Léman Express die Mobilitätsgewohnheiten der Bevölkerung einer ganzen Region revolutionieren und das Gesicht von Genf verändern werde. Die Investitionen hätten sich gelohnt.

Auch SBB-Chef Andreas Meyer und die Waadtländer Staatsratspräsidentin und Leiterin der Infrastrukturdirektion, Nuria Gorrite, zeigten sich erfreut und stolz darüber, dass dieses in Europa einzigartige Projekt möglich geworden sei.

"Man spürt es, der öffentliche Verkehr verbindet die Menschen über die Grenzen hinweg", sagte Meyer. Die Zusammenarbeit mit den französischen Staatsbahnen SNCF sei sehr gut gewesen.

Der Genfer Regierungsrat und Vorsteher des Infrastrukturdirektion, Serge Dal Busco, sieht im Léman Express "die Frucht einer bemerkenswerten und intensiven grenzüberschreitenden Zusammenarbeit". Um die Fertigstellung des Projektes zu symbolisieren, verknüpften die Delegationen beider Länder auf dem Perron des neu gebauten Bahnhofs Genf-Eaux-Vives Bänder.

Seitens Frankreichs waren ebenfalls mehrere Persönlichkeiten aus der Politik dabei, nicht aber die Ministerin für Verkehr, Elisabeth Borne. Sie hatte ihren Besuch abgesagt, weil sich Frankreich wegen der neuen Rentenreform mitten in einem sozialen Konflikt befindet, der von grossen Streiks begleitet wird.

Mögliche Probleme wegen Streiks

Diese Streiks könnten auf französischer Seite die reibungslose Inbetriebnahme des neuen S-Bahnnetzes teilweise behindern, nicht aber auf schweizerischer Seite. "Die Streiks bedrohen die Inbetriebsetzung des Léman Express nicht", hatte Anfang dieser Woche der Leiter der Bahn, Mario Werren, in einem Interview mit dem Westschweizer Radio und Fernsehen RTS versichert.

Die Geburt des Léman Express war lange erwartet worden. Vor einem Jahr war bereits ein Teil des Streckennetzes in Betrieb genommen worden, zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember wird auf Vollbetrieb geschaltet.

Der Léman Express gilt als grösstes grenzüberschreitendes S-Bahnnetz Europas. Es bedient auf einer Strecke von 230 Kilometern 45 Bahnhöfe in den Kantonen Waadt und Genf sowie in den französischen Provinzen Haute-Savoie und Ain. 240 Züge werden ab Sonntag täglich zwischen Coppet VD, Genf, Evian-les-Bains (F) oder Annemasse (F) verkehren.

Züge von Stadler und Alstom

Rückgrat ist die neu gebaute Strecke Genf-Cornavin–Eaux-Vives–Annemasse, genannt CEVA. Der Bau dieser Teilstrecke dauerte acht Jahre. Zwischen Genf und Annemasse fahren neu pro Stunde und Richtung sechs Züge, die Fahrt dauert 22 Minuten.

Die Kosten des neuen Regionalbahn-Systems beliefen sich für die Schweiz auf 1,6 Milliarden Franken, für Frankreich auf 230 Millionen Euro. Das Rollmaterial des Léman Express besteht aus Régiolis-Kompositionen des französischen Konstrukteurs Alstom und FLIRT-Zügen des Schweizer Bahnbauers Stadler.

In der Genferseeregion wohnen über eine Million Menschen. Die Hoffnung der Behörden besteht darin, dass künftig mehr Pendler die Bahn statt das Auto benutzen, um zur Arbeit zu fahren. Experten erwarten einen Rückgang des motorisierten Verkehrs um zwölf Prozent.

Der Léman Express wurde am Donnerstag offiziell eingeweiht.© Liechtensteiner Volksblatt
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EU-Gipfel streitet über Atomkraft beim Klimaschutz

Liechtensteiner Volksblatt - 5 ore 10 min fa
EU-Gipfel streitet über Atomkraft beim KlimaschutzStreit über die Rolle der Atomenergie beim Klimaschutz: Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (Mitte) hofft trotz Meinungsverschiedenheiten am Donnerstag beim EU-Gipfel in Brüssel auf eine Einigung.EU-Gipfel streitet über Atomkraft beim Klimaschutz IN | Politik Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Thu, 12 Dec 2019 17:33:00Thu, 12 Dec 2019 17:33:00

BRÜSSEL - Streit über die Rolle der Atomenergie beim Klimaschutz hat den Start des EU-Gipfels überschattet. Tschechien forderte am Donnerstag, vor der offiziellen Festlegung auf ein "klimaneutrales" Europa bis 2050 die Kernkraft als grünen Strom anzuerkennen.

Das sehen Luxemburg, Österreich und auch Deutschland jedoch kritisch. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel äusserte dennoch die Hoffnung, dass eine Einigung gelingt und sich alle 28 Staaten hinter das Ziel der Klimaneutralität stellen.

"Ich hoffe natürlich, dass das gelingt", sagte Merkel bei ihrer Ankunft. "Das wäre ein starkes Zeichen, dass Europa wirklich der Kontinent ist, der dann 2050 klimaneutral ist."

Deutschland habe sich bereits auf dieses Ziel verpflichtet und unterstütze die Pläne der EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen für einen "Green Deal". Nun gehe es darum, ob alle EU-Länder dies mittragen. Auch der neue Ratspräsident Charles Michel sagte: "Ich hoffe, wir können uns einigen."

Atomenergie soll grün sein

In den Vorverhandlungen zum EU-Gipfel war dies jedoch nicht gelungen. Auch Polen und Ungarn stellten sich quer - aus anderen Gründen als Tschechien. Sie bestanden auf klaren Zusagen für finanzielle Hilfen, weil sie bisher besonders viel Kohlestrom verwenden und der Umbau der Energieversorgung für sie besonders teuer ist.

Polen zum Beispiel bezieht 77 Prozent seiner Elektrizität aus Kohle. Ministerpräsident Mateusz Morawiecki sagte, beim Erreichen der Klimaneutralität sollte ein unterschiedliches Tempo gewährt werden.

Der tschechische Regierungschef Andrej Babis forderte seinerseits Zusagen zugunsten der Atomkraft. "Ohne Atomenergie erreichen wir die Klimaneutralität nicht", sagte Babis dem tschechischen Fernsehen. Die EU-Kommission und der Gipfel müssten klar feststellen, dass die Kernkraft eine "saubere und emissionsfreie Energiequelle" sei. Ungarn teilt die Position, wie der Kanzleramtsminister Gergely Gulyas in Budapest deutlich machte.

Babis verlangte darüber hinaus Garantien, dass Tschechiens Nachbarstaaten Ausbaupläne für die AKW-Standorte Temelin und Dukovany nicht blockieren. Umweltschützer kritisieren tschechische Meiler schon länger als störanfällig.

Streit um EU-Mittel für Atomstrom

Nach EU-Recht kann jeder Mitgliedsstaat den eigenen Energiemix frei wählen, also auch Atomstrom produzieren. Darauf verwies auch der französische Präsident Emmanuel Macron. Für Länder mit viel Kohlestrom sei ein Umstieg auf erneuerbare Energien nicht von einem Tag auf den anderen möglich. Auch für Frankreich spiele die Kernkraft eine grosse Rolle und liefere mehr als 60 Prozent des Stroms.

Umstritten ist jedoch, ob EU-Mittel in den Ausbau der Kernenergie fliessen können, um Klimaschutzziele zu erreichen. Macron nannte einige der Länder, die dies sehr kritisch sehen: Österreich, Luxemburg und Deutschland.

Der luxemburgische Ministerpräsident Xavier Bettel sagte denn auch: "Wir sind der Überzeugung, dass Atomenergie weder nachhaltig noch sicher ist." EU-Gelder sollte es dafür nicht geben.

Für das "klimaneutrale" Europa hatte von der Leyen am Mittwoch ihren "Green Deal" vorgelegt. Gemeint ist, dass ab 2050 keine zusätzlichen Treibhausgase aus der EU mehr in die Atmosphäre gelangen. Dafür müssen Energieversorgung, Industrie, Verkehr und Landwirtschaft komplett umgebaut werden. Von der Leyen sagte beim Gipfel, ihr "Masterplan" sei eine "Einladung an alle" und sie hoffe auf starke Unterstützung.

Auch Streit über EU-Haushalt

Beim Gipfel - dem ersten für Michel und von der Leyen in ihren neuen Ämtern - ist dies nicht der einzige Punkt, über den sich die Länder entzweien. Noch schwieriger ist die Debatte über den Finanzrahmen für die Jahre 2021 bis 2027. Hier sind die Positionen total verkantet.

Die EU-Kommission hatte einen Haushaltsrahmen in Höhe von 1,11 Prozent der gemeinsamen Wirtschaftskraft vorgeschlagen. Deutschland, Österreich und die Niederlande wollen jedoch maximal 1,0 Prozent ausgeben. Ein finnischer Kompromissvorschlag von 1,07 Prozent fand kaum Unterstützung. Das EU-Parlament will ohnehin viel mehr Geld, nämlich 1,3 Prozent.

Die Debatte darüber ist auch deshalb schwierig, weil einerseits neue EU-Aufgaben finanziert werden sollen, andererseits aber nach dem geplanten EU-Austritt Grossbritanniens Milliarden Euro fehlen werden.

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Mann wegen Tötung seiner Mutter zu 13 Jahren Haft verurteilt

Liechtensteiner Volksblatt - 5 ore 10 min fa
Mann wegen Tötung seiner Mutter zu 13 Jahren Haft verurteiltDer Mann, der seine Mutter umgebracht hat, sowie seine Ex-Freundin, sind vom Strafgericht in La Chaux-de-Fonds zu Freiheitsstrafen von 13 respektive fünf Jahren verurteilt worden. (Archivbild).Mann wegen Tötung seiner Mutter zu 13 Jahren Haft verurteilt Schweiz | Vermischtes Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Thu, 12 Dec 2019 17:33:00Thu, 12 Dec 2019 17:33:00

LA CHAUX-DE-FONDS - Ein Strafgericht in La Chaux-de-Fonds NE hat einen 33-jährigen Mann für die Tötung seiner Mutter und die Verletzung des Stiefvaters zu einer Freiheitsstrafe von 13 Jahren verurteilt. Seine 32-jährige Ex-Freundin kam wegen Gehilfenschaft mit fünf Jahren davon.

Die Tat ereignete sich am 15. Oktober 2017 in einer Wohnung in La Chaux-de-Fonds. Der Angeklagte war in Begleitung seiner damaligen Freundin, als er 56 Mal auf seine Mutter einstach und ihr so tödliche Verletzungen zufügte. Dem Stiefvater verabreichte er 13 Messerstiche. Diesem gelang die Flucht; er konnte sich bei einem Nachbarn in Sicherheit bringen.

Das Gericht verurteilte den Täter nun wegen vorsätzlicher Tötung und versuchter vorsätzlicher Tötung zu einer Freiheitsstrafe von 13 Jahren. Nach Verbüssung der Strafe soll er wegen psychischer Probleme und dem Rückfallrisiko in einer geeigneten Institution interniert werden.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Verurteilung wegen Mordes und eine 16-jährige Freiheitsstrafe gefordert. Für die Ex-Freundin verlangte die Anklage sogar 18 Jahre Gefängnis: Sie habe zwar nicht das Messer in der Hand gehabt, aber die Idee, die Vorbereitung und auch die Ausführung des Mordplans stamme von ihr, argumentierte der Ankläger. Die Klägerin hatte sogar eine lebenslange Freiheitsstrafe für die beiden Angeklagten verlangt.

Die Verteidigung verlangte dagegen für den Haupttäter bloss fünf Jahre Haft. Er sei zum Tatzeitpunkt wegen beruflicher und privater Umstände völlig verzweifelt gewesen. Er habe befürchtet, dass ihm seine Mutter und der Stiefvater seinen Sohn wegnehmen wollten. Für die Frau, die sechsfache Mutter ist, forderte er lediglich eine Verurteilung wegen Körperverletzung.

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Eishockeyverband will Russland die WM 2023 nicht wegnehmen

Liechtensteiner Volksblatt - 5 ore 33 min fa
Eishockeyverband will Russland die WM 2023 nicht wegnehmenRené Fasel denkt, dass trotz WADA-Sanktionen die Eishockey-WM 2023 in Russland stattfinden wirdEishockeyverband will Russland die WM 2023 nicht wegnehmen IN | Sport Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Thu, 12 Dec 2019 17:10:00Thu, 12 Dec 2019 17:10:00

EISHOCKEY - Der Internationale Verband (IIHF) will trotz Sperre und Austragungsverbot von grossen Sport-Events dem russischen Verband die WM 2023 nicht wegnehmen. Die WM soll in St. Petersburg stattfinden.

Auf die Frage, ob Russland die WM in dreieinhalb Jahren austragen könne, antwortete René Fasel (69), der Präsident der IIHF: "Nichts ist heute sicher, aber wir werden daran arbeiten und alles, was möglich ist, tun, dass wir unsere Interessen und unseren Verband schützen."

Deutlicher äusserte sich der Freiburger gegenüber der russischen Agentur Tass. Es sei im Grunde genommen unmöglich, das Turnier zu verlegen. Russland organisiert in der Saison 2022/23 nicht nur die A-WM, sondern auch die U20-Weltmeisterschaft. Fasel: "Diese Turniere wurden zu einer Zeit vergeben, als das Verhältnis zwischen Russlands Dopingagentur (RUSADA) und der WADA in Ordnung war. In St. Petersburg, Nowosibirsk und Omsk befinden sich grosse neue Arenen bereits im Bau. Verträge sind unterzeichnet. Unsere Rechtsabteilung sieht nicht, wie Russland diese Turniere legal entzogen werden könnten. Ich denke nicht, dass verlegt wird."

René Fasel, IIHF-Präsident seit 1994 und IOC-Mitglied seit 1995, wird diese Russland-Frage kaum mehr entscheiden müssen. Im Herbst 2020 tritt er ein halbes Jahr nach der Eishockey-WM in der Schweiz am IIHF-Herbstkongress als Obmann zurück.

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LANV mit Ergebnissen der Lohnverhandlungen zufrieden

Liechtensteiner Volksblatt - 5 ore 46 min fa
LANV mit Ergebnissen der Lohnverhandlungen zufriedenVolksblattLANV mit Ergebnissen der Lohnverhandlungen zufrieden Liechtenstein | Wirtschaft Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Thu, 12 Dec 2019 16:57:00Thu, 12 Dec 2019 17:21:53

VADUZ - Aufgrund der anhaltend guten Wirtschaftslage in Liechtenstein, aber eher verhaltenen Prognosen, hatte der LANV Lohnerhöhungen bis zu zwei Prozent gefordert. Wie dieser nun mitteilte, wurden harte, aber faire Verhandlungen mit 14 Sektionen geführt: Die Ergebnisse seien für die Arbeitnehmenden insgesamt zufriedenstellend ausgefallen.

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Auch unter Lagarde bleiben EZB-Geldschleusen weit offen

Liechtensteiner Volksblatt - 5 ore 51 min fa
Auch unter Lagarde bleiben EZB-Geldschleusen weit offenDie Europäische Zentralbank (EZB) wird auch unter ihrer neuen Präsidentin Christine Lagarde noch für längere Zeit an ihrer Tiefzinspolitik festhalten.Auch unter Lagarde bleiben EZB-Geldschleusen weit offen IN | Wirtschaft Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Thu, 12 Dec 2019 16:52:00Thu, 12 Dec 2019 16:52:00

FRANKFURT - Die Europäische Zentralbank (EZB) wird auch unter ihrer neuen Präsidentin Christine Lagarde noch für längere Zeit an ihrer Tiefzinspolitik festhalten. Die Französin kündigte aber an, ab Januar die geldpolitische Strategie der Notenbank zu überprüfen.

"Es ist ein bisschen überfällig", sagte sie nach ihrer ersten Zinssitzung am Donnerstag in Frankfurt. "Wir werden jeden Stein umdrehen." Bis Ende 2020 soll die Überprüfung abgeschlossen sein.

Von ihrem Vorgänger Mario Draghi setzte sie sich klar ab. "Ich werde meinen eigenen Stil haben." Finanzexperten sollten nicht jedes ihrer Worte überinterpretieren. "Ich bin ich selbst." Die Öffentlichkeit solle nicht versuchen, sie mit Draghi zu vergleichen.

Lagarde stellte in Aussicht, die Schlüsselzinsen würden noch so lange auf dem aktuellen oder einem niedrigeren Niveau bleiben, bis sich die Inflationsaussichten wieder klar dem Ziel von knapp zwei Prozent annäherten. Letztmalig hatte die EZB im Jahr 2011 ihre Zinsen angehoben.

Der Schlüsselsatz zur Geldversorgung der Banken liegt mittlerweile seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent, der Einlagensatz liegt sogar momentan bei minus 0,5 Prozent. Auch in der Schweiz ist ein Ende der Ultratiefzinsen nicht in Sicht. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) beliess am Donnerstag ihren Leitzins auf dem Rekordtief von minus 0,75 Prozent.

Inflationsziel im Zentrum

Lagarde hatte im November den Italiener Draghi an der EZB-Spitze abgelöst. Sie stellte schon kurz nach Amtsantritt in Aussicht, die geldpolitische Strategie in naher Zukunft unter die Lupe zu nehmen. Dabei wird Lagarde zufolge das Inflationsziel im Zentrum stehen, das die Euro-Wächter schon seit längerer Zeit verfehlen.

Im November lag die Teuerung bei 1,0 Prozent. Die EZB hatte ihre geldpolitische Strategie letztmalig vor 16 Jahren überarbeitet. Aber auch die Themen Klimawandel, die technologischen Veränderungen und Aspekte der steigenden Ungleichheit in den Volkswirtschaften seien Teil der Überprüfung, sagte die ehemalige Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Lagarde souverän

Nach Einschätzung von Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank, hat sich die Französin in ihrer neuen Rolle souverän geschlagen. "Wüsste man es nicht, wäre es einem nicht aufgefallen, dass es ihre erste Pressekonferenz zu einem EZB-Entscheid war."

Im Kampf gegen die Konjunkturschwäche im Euro-Raum hatte die Notenbank im November ihre vor allen in Deutschland umstrittenen Anleihenkäufe wieder aufgenommen. Auf ein Enddatum für die Käufe legte sich die EZB erneut nicht fest. Die Transaktionen sollen erst dann beendet werden, wenn die EZB kurz davor stehe, die Zinsen zu erhöhen.

Die EZB und die nationalen Euro-Notenbanken hatten bis Ende 2018 bereits Staatsanleihen und andere Papiere im Volumen von rund 2,6 Billionen Euro erworben.

Anzeichen für Stabilisierung

Die EZB rechnet nun für 2020 mit etwas weniger Wachstum in der Währungsunion als im zu Ende gehenden Jahr. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) dürfte dann mit 1,1 Prozent langsamer zulegen als im September mit 1,2 Prozent prognostiziert.

"Es gibt erste Anzeichen für eine Stabilisierung", sagte Lagarde. "Die anhaltende Schwäche des internationalen Handels in einem Umfeld anhaltender globaler Unsicherheiten belastet die europäische Industrie aber weiter." Zudem sei der Inflationsdruck weiterhin verhalten.

Die letzten Wochen der Amtszeit von Lagardes Vorgänger Draghi waren vom internen Streit über das grosse Massnahmenpaket vom September überschattet worden. Zu den Beschlüssen gehörte eine erneute Verschärfung der Strafzinsen, kombiniert mit Erleichterungen für Banken sowie der Neustart der billionenschweren Anleihenkäufe.

Vor allem die Wiederauflage der Wertpapierkäufe war umsritten - rund ein Drittel der Währungshüter war dagegen. Um die Wogen im EZB-Rat zu glätten, hatte Lagarde im November zu einem informellen Treffen ausserhalb der EZB eingeladen.

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Schlossstrasse ist wieder offen für den Verkehr

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Schlossstrasse ist wieder offen für den VerkehrSchlossstrasse ist wieder offen für den Verkehr Liechtenstein | Vermischtes Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Thu, 12 Dec 2019 16:41:00Thu, 12 Dec 2019 16:42:23

VADUZ - Wie die Gemeinde Vaduz meldet, sind die Forstarbeiten an der Schlossstrasse beendet und die Strasse damit wieder frei für den Verkehr.

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