Liechtenstein

Jugendliche unterwegs mit «keimenden Ideen und blühenden Projekten»

Liechtensteiner Volksblatt - 1 ora 5 min fa
Jugendliche unterwegs mit «keimenden Ideen und blühenden Projekten»Die Jugendlichen präsentierten ihre Aktionen für einen nachhaltigeren Lebensstil in Slowenien. (Foto: ZVG)Jugendliche unterwegs mit «keimenden Ideen und blühenden Projekten» Liechtenstein | Vermischtes Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Fri, 18 Oct 2019 10:00:00Fri, 18 Oct 2019 10:01:07

SCHAAN / MARIBOR - Hochbeete bauen, Parkplätze umfunktionieren, Plastikflaschen ersetzen: Zum Abschluss des LOCAL-Projekts reisten Jugendliche aus Schaan mit dem Zug nach Maribor, Slowenien, und präsentierten dort ihre Aktionen für einen nachhaltigeren Lebensstil. Dies teilte die Cipra am Freitagmorgen mit.

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Volvo AB verzeichnet Auftragseinbruch

Liechtensteiner Volksblatt - 1 ora 20 min fa
Volvo AB verzeichnet AuftragseinbruchVolvo-Trucks weniger nachgefragt (Archivbild)Volvo AB verzeichnet Auftragseinbruch IN | Wirtschaft Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Fri, 18 Oct 2019 09:45:00Fri, 18 Oct 2019 09:45:00

STOCKHOLM - Die Nachfrage nach Schwerlastern des schwedischen Volvo-Konzerns ist im dritten Quartal eingebrochen. Der Auftragseingang für die Fahrzeuge, zu denen Marken wie Mack, Renault und UD Trucks gehören, fiel um 45 Prozent.

Volvo rechnet zudem damit, dass der Markt für diese LKW im kommenden Jahr in Europa um 14 Prozent und in Nordamerika um 29 Prozent zurückgeht. Der Betriebsgewinn des zweitgrössten Lkw-Herstellers der Welt nach Daimler stieg auf 10,9 Milliarden schwedische Kronen (eine Milliarde Euro) nach 10,2 Milliarden im Vorjahr und übertraf damit die Analystenprognose von 10,0 Milliarden Kronen.

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Danone zeigt sich trotz Umsatzplus skeptischer

Liechtensteiner Volksblatt - 1 ora 25 min fa
Danone zeigt sich trotz Umsatzplus skeptischerDanone reduziert Umsatzprognose (Archivbild)Danone zeigt sich trotz Umsatzplus skeptischer IN | Wirtschaft Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Fri, 18 Oct 2019 09:40:00Fri, 18 Oct 2019 09:40:00

PARIS - Die weiter hohe Nachfrage nach Babynahung in China hat den Umsatz des französischen Lebensmittelkonzerns Danone im dritten Quartal angekurbelt.

Das Umsatzplus von drei Prozent auf 6,42 Milliarden Euro lag allerdings unter den Erwartungen der Analysten, die mit einem Anstieg von 3,8 Prozent gerechnet hatten.

Der weltweit grösste Joghurthersteller mit Marken wie Actimel und Activia gab sich zudem etwas skeptischer für das laufende Jahr. Danone erwartet nun ein Umsatzplus von 2,5 bis drei Prozent statt zuvor rund drei Prozent. Die operative Marge soll weiter bei über 15 Prozent liegen. Damit sei Danone auf gutem Weg, die Ziele für 2020 mit einer operativen Marge von über 16 Prozent und einem flächenbereinigten Umsatzwachstum von vier bis fünf Prozent zu erreichen.

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Motorradfahrer kommt von Strasse ab und verletzt sich

Liechtensteiner Volksblatt - 1 ora 45 min fa
Motorradfahrer kommt von Strasse ab und verletzt sichDas Motorrad des Verunfallten blieb etwa 20 Meter unterhalb der Strasse liegen. (Fotos: KAPOGR)Motorradfahrer kommt von Strasse ab und verletzt sich Region | Vermischtes Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Fri, 18 Oct 2019 09:20:00Fri, 18 Oct 2019 09:19:43

DAVOS - Am Donnerstagnachmittag hat sich am Flüelapass in Davos ein Selbstunfall mit einem Motorrad ereignet. Dabei verletzte sich der Lenker laut Kantonspolizei Graubünden mittelschweren Grades.

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FMA legt Schwerpunkte für das nächste Jahr fest

Liechtensteiner Volksblatt - 1 ora 46 min fa
FMA legt Schwerpunkte für das nächste Jahr festVolksblattFMA legt Schwerpunkte für das nächste Jahr fest Liechtenstein | Wirtschaft Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Fri, 18 Oct 2019 09:19:00Fri, 18 Oct 2019 09:21:27

VADUZ - Die FMA hat die Schwerpunkte der Aufsicht für das Jahr 2020 festgelegt, dabei stehen die Bekämpfung der Geldwäscherei, FinTech und Finanzstabilität im Fokus.

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Der HC Davos vor seinem ersten Heimspiel

Liechtensteiner Volksblatt - 1 ora 50 min fa
Der HC Davos vor seinem ersten HeimspielHCD-Captain Andres Ambühl freut sich, dass endlich das erste Heimspiel ansteht: "Wir können es kaum erwarten"Der HC Davos vor seinem ersten Heimspiel Schweiz | Sport Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Fri, 18 Oct 2019 09:15:00Fri, 18 Oct 2019 09:15:00

EISHOCKEY - Vielerorts in der Schweiz wird an neuen oder generalüberholten Eishockey-Hallen gearbeitet. Am Freitag bestreitet als letztes Team endlich auch der HC Davos sein erstes Heimspiel der Saison.

Am Dienstagabend in den Katakomben der Baustelle St-Léonard in Freiburg war Christian Wohlwend sichtlich genervt. "Aus irgend einem Grund haben wir heute nicht gekämpft, wie wir das sonst immer tun", kommentierte der Davoser Coach die 2:4-Niederlage seines Teams gegen Fribourg-Gottéron. Vielleicht liegt der Grund in der - vor allem geistigen - Müdigkeit seiner Spieler.

"Die ganze Vorbereitung und die ersten acht Spiele waren auswärts. Wir sind viel gereist", stellt HCD-Captain Andres Ambühl. Nun hat die Leidenszeit aber ein Ende. Am Freitag gegen Biel, am Sonntag im Cup gegen Lugano und am Freitag in einer Woche gegen Fribourg stehen endlich die ersten Heimspiele der Saison an.

Auch sie werden, wie die Partie am Dienstag in Freiburg, auf einer Baustelle ausgetragen. Erst in einem Jahr wird die komplett sanierte Halle im Landwassertal, mit seiner imposanten Holzkonstruktion im Inneren auch schon als Kathedrale des Eishockeys bezeichnet, in komplett neuem Glanz leuchten.

Biel als Vorbild

Davos ist kein Einzelfall. Nach Jahren der Stagnation bei der Infrastruktur herrscht Aufbruchstimmung. Fast überall wurde oder wird gebaut. War das 2010 in Zug erstellte Stadion für einige Zeit die einzige neue Arena in der Schweiz, läutete Biel mit dem Doppelstadion im Bözingerfeld eine neue Ära ein. Seit der EHC Biel vor vier Jahren sein neues Schmuckstuck bezog, hat der Verein einen markanten Schritt vorwärts gemacht und ist so wohl Vorbild für viele.

Lausanne eröffnete seine neue Arena, die neben Zürich an der WM im kommenden Frühling zweiter Austragungsort sein wird, Ende September. In Freiburg und Davos sind die Umbauarbeiten auf Kurs. Ambri-Piotta will 2021 in sein neues Zuhause einziehen, die ZSC Lions 2022.

Zum Teil war die Infrastruktur aus den späten 1970er- respektive 1980er-Jahre so alt, dass sie ersetzt oder saniert werden musste. Die meisten versprechen sich aber wie Zug und Biel vor allem einen Schub bei den Zuschauer-, Sponsoren- und Gastronomie-Einnahmen.

Sorgenkind Genf

Die Entwicklung freut natürlich auch die Liga-Verantwortlichen. "Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung", erklärte Denis Vaucher, der Direktor der National League und der Swiss League, bereits vor dem Start in die Saison. Dazu gehören für ihn auch die Projekte in Visp und Pruntrut (HC Ajoie).

Im Prinzip sieht Vaucher nur noch ein Sorgenkind: Genève-Servette. Nach verschiedenen gescheiterten Anläufen deutet im Moment nichts auf den baldigen Ersatz der 1958 eröffneten Les-Vernets-Halle hin. "Die Kriterien der Liga bezüglich Sicherheit oder Gastronomie werden erfüllt", sagte Vaucher im September gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. "Aber um sich entwickeln zu können, brauchen die Organisationen in der National League eine moderne Infrastruktur."

Schwieriges erstes Spiel

Solche Sorgen hat der HC Davos schon bald nicht mehr. Spieler und Coaching-Staff denken aber ohnehin kurzfristiger. In der Tabelle liegen sie zwar auf dem zweitletzten Platz, haben aber fünf (!) Spiele weniger ausgetragen als die achtplatzierten SCL Tigers. Mit vier Siegen aus acht Auswärtsspielen sind die Bündner unter dem neuen Headcoach Christian Wohlwend durchaus erfolgreich in die erste volle Saison ohne Arno Del Curto nach 23 Jahren gestartet.

Im völlig missratenen letzten Winter war der HCD sowieso das schlechteste Heimteam der Liga. Vielleicht sagt Wohlwend auch deshalb: "Ob zuhause oder auswärts: Ich freue mich auf jeden Match, egal wo er ist." Bei den Spielern tönt das allerdings ein wenig anders. "Wir freuen uns extrem", betont Andres Ambühl, der am Freitag sein 1001. Spiel in der National League bestreitet. "Wir können es kaum erwarten."

Chancen auf einen Sieg haben die Davoser gegen Leader Biel allerdings kaum. Zumindest, wenn man auf die Statistik schaut. Als Lausanne gegen Genève-Servette die neue Halle einweihte, dauerte es gerade mal zehn (!) Sekunden, ehe das erste Gegentor fiel. Das zweite Heimspiel ging gegen Davos gleich mit 1:7 verloren. Seit diesen beiden Niederlagen hat Lausanne aber inklusive Champions League vier Heimsiege in Folge gefeiert.

Als Fribourg nach vier Auswärtsspielen auf heimisches Eis zurückkehrte, skorte Berns Thomas Rüfenacht nach weniger als fünf Minuten das erste Gegentor. Gegen Biel wird die Aufgabe also extrem schwierig, längerfristig sollte sich die sanierte Eishalle aber auf jeden Fall auszahlen.

Zwei Davoser Spieler laufen über eine Baustelle ins Training. Noch ist die Davoser Eishalle nicht ganz fertig, aber nun kann zumindest wieder drin gespielt werdenDer Davoser Trainer Christian Wohlwend posiert in der Garderobe, die bereits vor der Saison fertiggestellt war© Liechtensteiner Volksblatt
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Erster Sieg der Devils nach sechs Niederlagen

Liechtensteiner Volksblatt - 2 ore 3 min fa
Erster Sieg der Devils nach sechs NiederlagenP.K. Subban, der neu verpflichtete Starverteidiger der New Jersey Devils, kann endlich jubelnErster Sieg der Devils nach sechs Niederlagen IN | Sport Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Fri, 18 Oct 2019 09:02:00Fri, 18 Oct 2019 09:02:00

EISHOCKEY - In ihrem siebten Spiel der NHL-Saison erringen die New Jersey Devils, ohne den verletzten Nico Hischier spielend, den ersten Sieg. Sie gewinnen daheim gegen die New York Rangers 5:2.

Die Devils sind mit nunmehr vier Punkten Vorletzte in der Eastern Conference. Ihre ersten zwei Punkte hatten sie sich bei zwei Niederlagen nach Penaltyschiessen gesichert.

Wie die Devils selbst hatte auch Jack Hughes, der Nummer-1-Draft 2019, nur mühselig in die Saison gefunden. Beim Erfolg gegen die Rangers glückte dem 18-jährigen Stürmer endlich der erste Skorerpunkt - mit einem Assist beim Tor zum 3:1. Der Winterthurer Verteidiger Mirco Müller stand bei den Devils während fast 20 Minuten im Einsatz.

Für die Nashville Predators geht die Berg- und Talfahrt zu Saisonbeginn weiter. Dem 5:2 Sieg bei den Vegas Golden Knights liessen sie am Donnerstag ein 2:5 bei den Arizona Coyotes folgen. Roman Josi und Yannick Weber blieben ohne Skorerpunkt.

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Brexit: Liech­tens­tein bleibt auf alles vorbereitet

Liechtensteiner Volksblatt - 2 ore 4 min fa
Brexit: Liech­tens­tein bleibt auf alles vorbereitetVolksblattBrexit: Liech­tens­tein bleibt auf alles vorbereitet Liechtenstein | Wirtschaft Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Fri, 18 Oct 2019 09:01:00Fri, 18 Oct 2019 09:07:57

VADUZ - Liechtenstein ist auf einen geregelten und einen ungeregelten Brexit vorbereitet. Auch mit dem gestern abgeschlossenen neuen Deal ändere sich das nicht. Es seien allenfalls kleinere technische Anpassungen notwendig.

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Mehrheit der Kantone rechnet 2020 mit schwarzen Zahlen

Liechtensteiner Volksblatt - 2 ore 5 min fa
Mehrheit der Kantone rechnet 2020 mit schwarzen ZahlenGut gefüllte Kassen erwartet die Mehrheit der Kantone auch für das Jahr 2020.Mehrheit der Kantone rechnet 2020 mit schwarzen Zahlen Schweiz | Politik Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Fri, 18 Oct 2019 09:00:00Fri, 18 Oct 2019 09:00:00

BERN - 15 Kantone rechnen für das Jahr 2020 mit schwarzen Zahlen, 10 budgetieren rot. Dies zeigt eine Auswertung von 25 der 26 Kantonsbudgets. Trotzdem ist der Gesamtsaldo unter dem Strich negativ.

Grund ist in erster Linie das massive Defizit im Kanton Genf von gegen 600 Millionen Franken, wie eine Auswertung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA der 25 bereits bekannten Voranschläge für das Jahr 2020 zeigt.

Für den Ausreisser in Genf sind namentlich drei Volksentscheide verantwortlich: die Unternehmenssteuerreform, die Begrenzung der Krankenkassenprämien und die Rekapitalisierung der staatlichen Pensionskasse. Zusammen mit anderen "Domänen ohne Handlungsspielraum" für die Genfer Regierung ergibt das unter dem Strich ein Minus von 590 Millionen Franken.

Das horrende Minus kann der Kanton jedoch aus den bestehenden Reserven in der Höhe von 710 Millionen Franken decken, die Reserven schrumpfen entsprechend ausgeprägt. 2018 hatte Genf noch 222 Millionen Gewinn gemacht, auch das Budget 2019 rechnet mit einem Ertragsüberschuss von immerhin 28 Millionen Franken.

Bei den restlichen Kantonen, die rote Zahlen erwarten, halten sich die Fehlbeträge dagegen im Rahmen. Nur Zürich rechnet mit einem tiefen zweistelligen Minus (12 Millionen). Angesichts eines Gesamtetats von 16,4 Milliarden Franken kommt dies fast einer ausgeglichenen Bilanz gleich. Uris Minus von knapp 9 Millionen Franken ist vor allem einigen Grossinvestitionen geschuldet.

Dreistellige Gewinne in Bern und Zug

Auf der anderen Seite des Spektrums stechen die Kantone Bern und Zug heraus, die für das kommende Jahr schöne dreistellige Gewinne einkalkulieren. Bern rechnet mit einem Ertragsüberschuss von 217 Millionen Franken und kann voraussichtlich sogar die Nettoinvestitionen von knapp 450 Millionen aus eigenen Mitteln stemmen.

Der Kanton Zug erwartet einen Überschuss von knapp 149 Millionen. Die gute Wirtschaftslage und das Bevölkerungswachstum spülen mehr Steuerfranken in die kantonale Kasse. Auf die angedachte Steuererhöhung verzichtet der Kanton deshalb.

Weitere Auffälligkeiten: der Kanton Neuenburg rechnet für das Jahr 2020 erstmals seit 1957 mit einem positiven Rechnungsabschluss. Und der Kanton Tessin scheint weiter auf gutem Weg zu ausgeglichenen Finanzen, nachdem er die Budget-Trendwende im Herbst 2017 schaffte.

Viele Kantone mit schwarzen Budgets profitieren von mehr Steuereinnahmen, höheren Zuwendungen aus dem nationalen Ressourcenausgleich oder höheren Kantonsanteilen aus der direkten Bundessteuer, eine Konsequenz des Volks-Ja zur STAF-Vorlage.

Rechnungen notorisch besser als Budgets

Die notorische Besserstellung der kantonalen Rechnungsabschlüsse im Vergleich zu den Budgets zeichnet sich auch für das laufende Jahr wieder ab.

So rechnet etwa der Baselbieter Finanzdirektor Anton Lauber mit einem deutlich besseren Abschluss. Statt der budgetierten 60 Millionen Franken soll 2019 ein Überschuss von rund 100 Millionen Franken resultieren.

Im Kanton Luzern geht man mittlerweile von einem Plus von 15 Millionen statt von einem Minus von 26 Millionen Franken aus. Der Kanton St. Gallen dürfte um fast 120 Millionen besser abschliessen als erwartet.

Sogar der Kanton Graubünden schreibt zum budgetierten Defizit von 33,1 Millionen Franken, dieses belasse "gute Aussichten auf ein ausgeglichenes Rechnungsergebnis".

Diese Tendenzen decken sich nahtlos mit dem Befund vom Frühling 2019. Wie eine Zusammenstellung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA aufgrund der damals bekannten 24 kantonalen Rechnungen für das Jahr 2018 aufzeigte, hatten die Finanzdirektoren insgesamt 2,3 Milliarden Franken mehr in ihren Kassen als prognostiziert.

Dass Finanzdirektoren zurückhaltend vorausschauen, zeigt auch der Blick in die Bilanzen der Eidgenossenschaft. Trotz vorsichtiger Budgetierung resultierten beim Bund in den vergangenen Jahren regelmässige Milliardengewinne.

Die Mehrzahl der kantonalen Finanzdirektoren rechnet für das Jahr 2020 mit gut gefüllten Kassen.© Liechtensteiner Volksblatt
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Radfahrer verletzt sich bei Zusammenstoss mit Traktor

Liechtensteiner Volksblatt - 2 ore 5 min fa
Radfahrer verletzt sich bei Zusammenstoss mit TraktorLuftaufnahme der Unfallstelle, rechts die Tankstelle. (Foto: KAPOGR)Radfahrer verletzt sich bei Zusammenstoss mit Traktor Region | Vermischtes Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Fri, 18 Oct 2019 09:00:00Fri, 18 Oct 2019 09:09:31

MAIENFELD - Am Donnerstagnachmittag sei ein Rennradfahrer mit einem Traktor zusammengestossen, der gerade abbiegen wollte. Dabei habe sich der Verunfallte mittelschwer verletzt. Dies teilte die Kantonspolizei Graubünden am Freitagmorgen mit.

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"Clásico" wegen Unruhen erst im Dezember

Liechtensteiner Volksblatt - 2 ore 25 min fa
"Clásico" wegen Unruhen erst im DezemberAm Clasico ist immer etwas los. Diesmal auch neben dem Stadion"Clásico" wegen Unruhen erst im Dezember IN | Sport Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Fri, 18 Oct 2019 08:40:00Fri, 18 Oct 2019 08:40:00

FUSSBALL - Wegen den politischen und sozialen Unruhen in Katalonien beschliesst die spanische Fussball-Liga nach Medienberichten die Verschiebung des Spitzenspiels zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid.

Der nationale Verband RFEF habe beiden Klubs am späten Donnerstagabend in Madrid den 18. Dezember als Termin für den "Clásico" vorgeschlagen, hiess es unter Berufung auf den RFEF. Zuvor hatte auch die spanische Regierung eine Verschiebung des Spiels empfohlen, das eigentlich am 26. Oktober stattfinden sollte.

Die Klubs seien mit dem 18. Dezember einverstanden, berichteten diverse Medien. Die Profi-Liga sei aber dagegen, den "Clásico" an einem Mittwoch austragen zu lassen - offenbar wegen möglicher Einbussen bei den TV-Einnahmen. Sie schlage deshalb den 7. Dezember vor, einen Samstag. Die für diesen Tag angesetzten Spiele Real Madrid gegen Espanyol Barcelona und FC Barcelona gegen Real Mallorca sollten nach dem Willen der Liga schon am 4. Dezember stattfinden. Der Verband habe alle Parteien dazu aufgefordert, sich bis Montag auf einen neuen Termin zu einigen, hiess es.

Grund für die Verschiebung sind Sicherheitsbedenken, da am 26. Oktober in Barcelona eine Grossdemonstration der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung gegen die Gerichtsurteile für die Separatistenführer der Region geplant ist.

Zuerst war erwogen worden, das weltweit beachtete Topspiel von Barcelonas Camp Nou nach Madrid ins Bernabeu-Stadion zu verlegen. Doch sowohl Barcelona als auch Real waren gemäss Medienberichten dagegen und wollten das Heimrecht nicht tauschen. In der Rückrunde wäre der "Clásico" in diesem Fall in Barcelona ausgetragen worden.

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Erster Sieg der Devils nach sechs Niederlagen

Liechtensteiner Volksblatt - 2 ore 28 min fa
Erster Sieg der Devils nach sechs NiederlagenP.K. Subban, der neu verpflichtete Starverteidiger der New Jersey Devils, kann endlich jubelnErster Sieg der Devils nach sechs Niederlagen IN | Sport Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Fri, 18 Oct 2019 08:37:00Fri, 18 Oct 2019 08:37:00

EISHOCKEY - In ihrem siebten Spiel der NHL-Saison erringen die New Jersey Devils, ohne den verletzten Nico Hischier spielend, den ersten Sieg. Sie gewinnen daheim gegen die New York Rangers 5:2.

Die Devils sind mit nunmehr vier Punkten Vorletzte in der Eastern Conference. Ihre ersten zwei Punkte hatten sie sich bei zwei Niederlagen nach Penaltyschiessen gesichert.

Wie die Devils selbst hatte auch Jack Hughes, der Nummer-1-Draft 2019, nur mühselig in die Saison gefunden. Beim Erfolg gegen die Rangers glückte dem 18-jährigen Stürmer endlich der erste Skorerpunkt - mit einem Assist beim Tor zum 3:1. Der Winterthurer Verteidiger Mirco Müller stand bei den Devils während fast 20 Minuten im Einsatz.

Für die Nashville Predators geht die Berg- und Talfahrt zu Saisonbeginn weiter. Dem 5:2 Sieg bei den Vegas Golden Knights liessen sie am Donnerstag ein 2:5 bei den Arizona Coyotes folgen. Roman Josi und Yannick Weber blieben ohne Skorerpunkt.

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Sarah Jamie Lewis: "Sicheres E-Voting ist möglich."

Liechtensteiner Volksblatt - 3 ore 34 min fa
Sarah Jamie Lewis: "Sicheres E-Voting ist möglich."Sarah Jamie Lewis: "Sicheres E-Voting ist möglich." Schweiz | Vermischtes Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Fri, 18 Oct 2019 07:31:00Fri, 18 Oct 2019 07:31:00

BERN - Am Sonntag wählt die Schweiz ein neues Parlament - brieflich oder an der Urne. E-Voting ist weiterhin nicht möglich. Die Post startete einen Versuch, ein E-Voting-System zu entwickeln. Sie hatte dessen Quellcode im Februar 2019 offengelegt und einen Intrusionstest durchgeführt. Dabei waren von Sarah Jamie Lewis schwerwiegende Mängel im Quellcode entdeckt worden. Angefangen hatte es mit einem "Wochenend-Projekt", das plötzlich riesig wurde, wie sie im Interview mit Keystone-SDA anlässlich eines Besuches an der Uni Zürich erzählt. Dennoch hält sie sicheres E-Voting für möglich. Vertrauen in private Firmen hat sie zur Zeit wenig.

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Nächster G7-Gipfel soll in Trump-Club stattfinden

Liechtensteiner Volksblatt - 4 ore 25 min fa
Nächster G7-Gipfel soll in Trump-Club stattfindenDas Klubhaus des Trump-Golfclubs in Doral im US-Bundesstaat Florida. (Archivbild)Nächster G7-Gipfel soll in Trump-Club stattfinden IN | Politik Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Fri, 18 Oct 2019 06:40:00Fri, 18 Oct 2019 06:40:00

WASHINGTON - Trotz vehementer Kritik macht US-Präsident Donald Trump mit seinem Vorhaben ernst: Er will den nächsten G7-Gipfel in einem seiner Golfclubs abhalten. Die Demokraten bezichtigen Trump der "Korruption".

Das Treffen der Staats- und Regierungschefs von sieben führenden Industriestaaten findet im kommenden Jahr im Trump National Doral Golf Club im Bundesstaat Florida statt, wie der Stabschef im Weissen Haus, Mick Mulvaney, am Donnerstag ankündigte. Die USA haben 2020 den Vorsitz der G7 inne.

Trump hatte bereits Ende August zum Abschuss des diesjährigen G7-Gipfels im französischen Biarritz seinen Doral-Club als möglichen Ort des nächsten Gipfels genannt. Die oppositionellen Demokraten erhoben daraufhin den Vorwurf, Trump wolle den Gipfel für seinen persönlichen geschäftlichen Vorteil nutzen. Der Justizausschuss des von den Demokraten kontrollierten Repräsentantenhauses leitete eine Untersuchung zu dem Auswahlprozess für den G7-Gipfelort ein.

Trump liess sich davon aber nicht zum Umdenken bewegen. Laut Mulvaney ist die Entscheidung für den Doral-Club offiziell gefallen. Die Regierung sei "absolut" der Meinung, dass dies der "beste Ort" sei.

Zwölf Orte geprüft

Nach Angaben des Stabschefs waren zwölf verschiedene Orte geprüft worden. Trumps Club sei dabei nach denselben Kriterien ausgewählt worden, die schon frühere Regierungen bei derartigen Entscheidungen angewendet hätten, versicherte Mulvaney. Er bestritt, dass Trump mit dem G7-Gipfel "Geld machen" werde.

Der Vorsitzende des Justizausschusses, Jerry Nadler, bezeichnete die Entscheidung zugunsten des Trump-Clubs gleichwohl als eines der bislang "schamlosesten Beispiele für die Korruption des Präsidenten". Trump missbrauche sein Amt für seinen "persönlichen finanziellen Gewinn", erklärte der Demokrat.

Der US-Präsident hatte in Biarritz seinen Doral-Club im Stil einer Werbekampagne angepriesen. Er sprach von einem "grossartigen Ort" für den Gipfel. Als Vorzüge des Clubs nannte Trump unter anderem die Nähe zum internationalen Flughafen von Miami und die "grossartigen Ausblicke", welche die Wohngebäude des Ressorts böten.

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Vor 30 Jahren: Liechtenstein verliert seine Landesmutter

Liechtensteiner Volksblatt - 4 ore 50 min fa
Vor 30 Jahren: Liechtenstein verliert seine LandesmutterVolksblattVor 30 Jahren: Liechtenstein verliert seine Landesmutter Liechtenstein | Vermischtes Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Fri, 18 Oct 2019 06:15:00Thu, 17 Oct 2019 18:09:10

VADUZ - Für den überwiegenden Teil der Bevölkerung überraschend kam am 18. Oktober 1989 die Meldung, dass Fürstin Gina im Spital in Grabs gestorben sei. Die Regierung ordnete eine Landestrauer bis zur Beisetzung am 24. Oktober an. Die Bevölkerung und viele Trauergäste aus dem Ausland nahmen in einer bewegenden Trauerfeier Abschied von der beliebten Fürstin.

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Hotellerie und Casinos wehren sich gegen Vorwürfe des LANV

Liechtensteiner Volksblatt - 5 ore 40 min fa
Hotellerie und Casinos wehren sich gegen Vorwürfe des LANVVolksblattHotellerie und Casinos wehren sich gegen Vorwürfe des LANV Liechtenstein | Wirtschaft Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Fri, 18 Oct 2019 05:25:00Thu, 17 Oct 2019 16:00:01

SCHAAN - Der Liechtensteinische ArbeitnehmerInnenverband (LANV) kritisiert, dass in der Hotellerie und Glücksspielbranche Bruttolöhne von 2600 Franken bezahlt und amtlich bewilligt werden. Diese dementieren.

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US-Energieminister Rick Perry gibt Amt ab

Liechtensteiner Volksblatt - 5 ore 42 min fa
US-Energieminister Rick Perry gibt Amt abUS-Energieminister Rick Perry gibt Amt ab IN | Politik Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Fri, 18 Oct 2019 05:23:00Fri, 18 Oct 2019 05:23:00

FORT WORTH - Der in die Ukraine-Affäre verwickelte US-Energieminister Rick Perry gibt sein Amt ab. Das kündigte US-Präsident Donald Trump am Donnerstag bei einem Besuch im Bundesstaat Texas an, ohne genaue Gründe für den Schritt zu nennen.

Ein Nachfolger stehe bereits fest. Perry habe ihm schon vor einigen Monaten gesagt, dass er für die Zukunft andere Pläne habe, sagte Trump. Der Rückzug komme also nicht überraschend. Perry, der früher Gouverneur in Texas war, begleitete Trump am Donnerstag auf dem Trip in dem Bundesstaat.

Über einen Rücktritt Perrys hatte es immer wieder Spekulationen gegeben. Zuletzt war sein Name verstärkt in der Ukraine-Affäre gefallen.

Perry habe als Energieminister "fantastische Arbeit" geleistet, sagte Trump nun. "Aber es war an der Zeit - drei Jahre sind eine lange Zeit." Perry habe ihn bereits vor Monaten über seine Rücktrittspläne in Kenntnis gesetzt.

Die Demokraten hatten vergangenen Woche von dem Energieminister Dokumente zur Ukraine-Affäre angefordert. Hintergrund sind Trumps Versuche, möglicherweise kompromittierendes Material aus der Ukraine über den demokratischen Präsidentschaftsbewerber und Ex-Vizepräsidenten Joe Biden zu erhalten.

In Ukraine-Affäre unter Druck geraten

In einem diese Woche veröffentlichten Interview räumte Perry ein, sich mit Trumps persönlichem Anwalt Rudy Giuliani zum Thema Korruption in der Ukraine ausgetauscht zu haben. Einem Medienbericht zufolge soll der Energieminister zudem Trump zu dem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Juli angeregt haben, das im Mittelpunkt der Ukraine-Affäre steht.

Die oppositionellen Demokraten werfen Trump in der Ukraine-Affäre Amtsmissbrauch vor. Sie streben ein Amtsenthebungsverfahren an und haben dafür eine Untersuchung im Repräsentantenhaus eingeleitet.

Mit Perrys Abgang gibt es einen weiteren Ministerwechsel in der US-Regierung. In Trumps Amtszeit sind bereits zahlreiche Minister und wichtige Regierungsvertreter zurückgetreten oder entlassen worden. Erst vor wenigen Tagen hatte Trump den Abgang seines kommissarischen Minister für Innere Sicherheit, Kevin McAleenan, angekündigt.

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US-Energieminister Rick Perry gibt Amt ab

Liechtensteiner Volksblatt - 9 ore 4 min fa
US-Energieminister Rick Perry gibt Amt abUS-Energieminister Rick Perry gibt Amt ab IN | Politik Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Fri, 18 Oct 2019 02:01:00Fri, 18 Oct 2019 02:01:00

FORT WORTH - Der in die Ukraine-Affäre verwickelte US-Energieminister Rick Perry gibt sein Amt ab. Das kündigte US-Präsident Donald Trump am Donnerstag bei einem Besuch im Bundesstaat Texas an, ohne genaue Gründe für den Schritt zu nennen.

Perry habe als Energieminister "fantastische Arbeit" geleistet, sagte Trump. "Aber es war an der Zeit - drei Jahre sind eine lange Zeit." Ein Nachfolger stehe bereits fest.

In der Ukraine-Affäre war Perrys Name zuletzt immer wieder gefallen. US-Abgeordnete hatten vergangenen Woche von dem Energieminister Dokumente angefordert. Hintergrund sind Trumps Versuche, möglicherweise kompromittierendes Material aus der Ukraine über Ex-Vizepräsident Joe Biden zu erhalten.

In einem diese Woche veröffentlichten Interview räumte Perry ein, sich mit Trumps persönlichem Anwalt Rudy Giuliani zum Thema Korruption in der Ukraine ausgetauscht zu haben.

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US-Energieminister Rick Perry gibt Amt ab

Liechtensteiner Volksblatt - 9 ore 49 min fa
US-Energieminister Rick Perry gibt Amt abIst in der Ukraine-Affäre unter Druck geraten: US-Energieminister Rick Perry. (Archivbild)US-Energieminister Rick Perry gibt Amt ab IN | Politik Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Fri, 18 Oct 2019 01:16:00Fri, 18 Oct 2019 01:16:00

FORT WORTH - Der in die Ukraine-Affäre verwickelte US-Energieminister Rick Perry gibt sein Amt ab. Das kündigte US-Präsident Donald Trump am Donnerstag bei einem Besuch im Bundesstaat Texas an, ohne genaue Gründe für den Schritt zu nennen.

Perry habe als Energieminister "fantastische Arbeit" geleistet, sagte Trump. "Aber es war an der Zeit - drei Jahre sind eine lange Zeit." Ein Nachfolger stehe bereits fest.

In der Ukraine-Affäre war Perrys Name zuletzt immer wieder gefallen. US-Abgeordnete hatten vergangenen Woche von dem Energieminister Dokumente angefordert. Hintergrund sind Trumps Versuche, möglicherweise kompromittierendes Material aus der Ukraine über Ex-Vizepräsident Joe Biden zu erhalten.

In einem diese Woche veröffentlichten Interview räumte Perry ein, sich mit Trumps persönlichem Anwalt Rudy Giuliani zum Thema Korruption in der Ukraine ausgetauscht zu haben.

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Zehntausende Katalanen setzen Proteste gegen Gerichtsurteile fort

Liechtensteiner Volksblatt - 10 ore 2 min fa
Zehntausende Katalanen setzen Proteste gegen Gerichtsurteile fortZehntausende Katalanen setzen Proteste gegen Gerichtsurteile fort IN | Politik Liechtensteiner Volksblatt [email protected]Fri, 18 Oct 2019 01:03:00Fri, 18 Oct 2019 01:03:00

BARCELONA - Trotz Warnungen vor erneuten Eskalationen haben die Unabhängigkeitsbefürworter in Katalonien ihre Proteste fortgesetzt. Etwa 25'000 Studenten und weitere Aktivisten versammelten sich am Donnerstag vor dem Rathaus in Barcelona.

Die Kundgebungsteilnehmer demonstrierten gegen die hohen Haftstrafen für neun prominente Unabhängigkeitsbefürworter. Kataloniens Regionalpräsident Quim Torra verurteilte die Ausschreitungen am Rande der jüngsten Proteste, drohte aber auch mit einem neuen Unabhängigkeitsreferendum. Die Regierung in Madrid kündigte erneut ein hartes Vorgehen gegen Randalierer an.

Torra reagierte mit seiner Ankündigung eines neuen Referendums auf den Unmut über die harten Gerichtsurteile. "Wenn wir für die Aufstellung von Urnen zu 100 Jahren Gefängnis verurteilt werden, dann ist die Antwort klar: Man muss erneut Urnen für die Selbstbestimmung aufstellen", sagte Torra im Regionalparlament in Barcelona. Dieses solle noch in dieser Legislaturperiode, die 2022 endet, stattfinden.

Seit Tagen protestieren katalanische Unabhängigkeitsbefürworter gegen das Urteil von Spaniens Oberstem Gerichtshof. Die Proteste hielten am Donnerstag weiter an: Tausende Studenten traten in den Streik, bei den Protesten vor dem Rathaus in Barcelona wurden Polizisten beschimpft und mit Eiern sowie Toilettenpapier beworfen.

Autobahnen gesperrt

Strassen und Autobahnen wurden gesperrt, weil tausende Menschen ihren am Mittwoch begonnenen Sternmarsch in Richtung Barcelona fortsetzten. Der Marsch soll am Freitag mit einer Massenkundgebung in der katalanischen Hauptstadt enden, gleichzeitig ist ein Generalstreik geplant.

Die sogenannte Verteidigungskomitee der Republik (CDR), eine Gruppe radikaler Unabhängigkeitsbefürworter, rief für die Nacht zu Freitag zu weiteren Protesten auf. Innenminister Fernando Grande-Marlaska warnte, gewalttätige Demonstranten würden "nicht straffrei" davonkommen.

Spaniens Oberstes Gericht hatte am Montag Haftstrafen von bis zu 13 Jahren unter anderem gegen den frühere katalanischen Vize-Regionalpräsidenten Oriol Junqueras und die frühere Präsidentin des katalanischen Regionalparlaments, Carme Forcadell, verhängt. Die Richter sprachen sie des "Aufruhrs" und der Veruntreuung öffentlicher Gelder schuldig, weil sie im Oktober 2017 ein von der spanischen Justiz als illegal eingestuftes Unabhängigkeitsreferendum organisiert hatten.

Polizisten mit Säure beworfen

Am Mittwoch kam es in Barcelona den dritten Abend in Folge zu schweren Ausschreitungen von Anhängern der Unabhängigkeitsbewegung. Nach einem friedlichen Protestmarsch tausender Menschen errichteten hunderte junge Demonstranten Barrikaden, setzten Abfalleimer und Autos in Brand und schleuderten Flaschen und Steine auf die Polizei.

Nach Angaben der Polizei wurden die Beamten dabei erstmals auch mit Molotowcocktails und Behältern mit Säure beworfen. Die Protestierenden feuerten zudem Feuerwerkskörper in Richtung eines Polizeihubschraubers ab.

Torra hatte daraufhin ein sofortiges Ende der Gewalt gefordert. Es gebe für brennende Autos und andere Formen des Vandalismus "keinerlei Rechtfertigung", sagte er am späten Mittwochabend im Regionalfernsehen. "Das muss sofort aufhören." Der spanische Regierungschef Pedro Sánchez hatte Torra zuvor aufgerufen, die Gewalt klar zu verurteilen.

Fast hundert Verletzte

Insgesamt wurden bei den Ausschreitungen 96 Menschen verletzt, davon allein 58 in Barcelona, wie die Rettungsdienste mitteilten. Dem Innenministerium zufolge wurden 46 Polizisten verletzt, einige von ihnen schwer. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben in der gesamten Region 97 Menschen seit Beginn der Proteste fest.

Die anhaltenden Proteste stossen bei vielen Katalanen aber auch auf Ablehnung. Fernando Sánchez Costa, Vorsitzender der Plattform Katalanische Bürgergesellschaft (SCC), die sich für die Einheit Spaniens einsetzt, erklärte, der Unabhängigkeitsprozess "hängt uns zum Hals raus". Die Unabhängigkeitsbefürworter "haben uns zehn Jahre Koexistenz geraubt, und wir möchten eine neue Phase der Ruhe einläuten".

Die SCC hat für den 27. Oktober, den Jahrestag der gescheiterten Unabhängigkeitserklärung 2017, eine Demonstration in Barcelona angekündigt. Einer im Juli veröffentlichten Umfrage zufolge unterstützen 44 Prozent der Katalanen die Abspaltung von Spanien, 48,3 Prozent sind jedoch dagegen.

Das Auswärtige Amt empfahl unterdessen deutschen Reisenden, Demonstrationen und grössere Menschenansammlungen weiträumig zu meiden und den Anweisungen von Sicherheitskräften zu folgen.

© Liechtensteiner Volksblatt
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